die Diakonie der Evangelischen Kirche mischt sich ein
- ... weil wir seit Jahrzehnten Menschen ohne Arbeit ausbilden, beschäftigen, beraten und fördern
- ... weil die überwältigende Masse der erwerbslosen Menschen arbeiten will und arbeiten kann
- ... weil sich die Verantwortlichen in Duisburg aus der Aufgabe, den örtlichen Arbeitsmarkt aktiv zu gestalten, verabschiedet haben
- ... weil das Gerede von der „sozialen Hängematte“ reiner Populismus ist
- ... weil die Arbeit zum Menschen gehört wie zum Vogel das Fliegen. (Martin Luther)
Frau D.
Frau D. aus Duisburg, 31 Jahre alt, hat im Juli 2010 in der Diakonie eine Gemeinwohlarbeit als Bürohelferin begonnen. Sie hatte 1999 das Abitur gemacht und bis zum Jahr 2002 ein Grundstudium zum Lehramt für die Primarstufe mit Abschluss absolviert. Anschließend arbeitete sie fünf Jahre im elterlichen Betrieb als Bürogehilfin und schloss danach eine Umschulung zur Bürokauffrau ab.
In dieser Zeit hat Frau D. diverse Praktika im Bürobereich absolviert. Sie hat zahlreiche Bewerbungen geschrieben – alle ohne Erfolg, obwohl sie eine freundliche und engagierte Mitarbeiterin ist, die sämtliche Aufgaben mit großer Sorgfalt und Genauigkeit erledigt. Schließlich bekam sie eine Beschäftigungsmaßnahme (Gemeinwohlarbeit) zugewiesen. In diesem Zusammenhang erhielt sie im Jobcenter der Diakonie ein Bewerbungstraining: ihre Bewerbungsunterlagen wurden aktualisiert, sie beteiligte sich an systematischen Übungen von Bewerbungsgesprächen und nahm eine Typberatung in Anspruch.
Seit Februar 2011 hat Frau D. über eine Zeitarbeitsfirma eine Anstellung als Sachbearbeiterin.
Herr P.
Herr P. 53 Jahre alt, begann nach langen Jahren der Arbeitslosigkeit im Herbst 2008 eine Gemeinwohlarbeitsmaßnahme innerhalb der Wohnungslosenhilfe. Seine Aufgabe bestand unter anderem darin, wohnungslosen Männern bei der Bewältigung und Gestaltung ihres Alltags zu helfen. Er begleitete sie zu Arztbesuchen oder Behördengängen und unterstützte die Männer beim Erlernen von Fähigkeiten zur Führung eines selbstbestimmten Lebens. Diese nicht einfachen Aufgaben löste Herr P. mit viel Einfühlungsvermögen, Geschick und Feingefühl.
Im Februar 2011 ist es gelungen, Herrn P. eine feste Stelle als Sozialhelfer im Diakoniewerk Duisburg zu geben.


